26. Januar 2011

Wer hilft jungen Talenten?



In vielen Sportarten gibt es nämlich keine Reichtümer zu erwerben. Oft haben nur die absoluten Cracks die Chance, sich über Startgelder, Prämien, Sponsoreinnahmen sowie andere Einnahmequellen eine finanzielle Absicherung für die Zeit nach der Sportkarriere zu verschaffen.

Für junge Spitzensportler stellt sich daher oft das Problem, Leistungssport und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Hier werden neben Bundeswehr, Bundespolizei und Zoll auch die Industrie und die Wirtschaft dringend als Partner benötigt, die so genannte sportfreundliche Ausbildungs- oder Arbeitsplätze bereitstellen. Dabei soll es jungen Talenten ermöglicht werden, eine Ausbildung zu absolvieren bzw. ihrem Beruf nachzugehen und dennoch weitgehend ihren Trainings- und Wettkampfverpflichtungen nachzukommen.

Kriterien für einen sportfreundlichen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz sind:


Für Nachwuchssportler:

•    Mindestens Landeskaderstatus mit nachgewiesener Perspektive für den Bundeskader
•    Eignung und Einsatzbereitschaft für den jeweiligen Ausbildungsberuf
•    Bereitschaft, dem Betrieb in angemessenem Umfang für repräsentative Zwecke zur Verfügung zu stehen
•    Beratungsgespräch bei den Laufbahnberatern des Olympiastützpunktes Bayern


Für Betriebe:

•    Zurverfügungstellung eines Ausbildungsplatzes oder eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatzes in einem anerkannten Beruf
•    Möglichkeiten zur Streckung der Ausbildungszeit
•    Freistellungen, um nationale und internationale Trainings- und Wettkampfbedingungen zu erfüllen
•    Möglichkeit zur Teilzeit
•    Leistungssportfreundliches Klima im Betrieb, in dem das außerbetriebliche Engagement der Spitzensportler bei Vorgesetzten sowie Mitarbeitern auf Akzeptanz und Unterstützung stößt

Umsetzung:

Hier stehen die Bayerische Sportstiftung und insbesondere die Laufbahnberater des Olympiastützpunktes Bayern den Nachwuchsleistungssportlern und den Betrieben als Ansprechpartner zur Verfügung. Durch frühzeitige Planung, konkrete Absprachen und eine frühzeitige Terminkoordination vor Ausbildungs- bzw. Arbeitsbeginn lassen sich erfahrungsgemäß viele Probleme entschärfen.


Diese Koordination umfasst vor allem:

•    die Berufsberatung und berufliche Karriereplanung der Sportler und damit eine Vorauswahl geeigneter Bewerber für die Betriebe
•    die Terminkoordination und Absprache der Freistellungswünsche mit dem Betrieb
•    bei Auszubildenden die Absprache mit der Berufsschule bzw. eine mögliche Vereinbarung einer Lehrzeitverlängerung (Kontakte zur Handwerkskammer und zur IHK bestehen)
•    die Abwicklung einer möglichen Kostenerstattung an den Betrieb für Fehlzeiten des Sportlers


Die Vorteile für die Betriebe sind:

•    Sportler sind besonders teamfähige und leistungsorientierte Mitarbeiter und Nachwuchskräfte
•    durch die Unterstützung des Sports gewinnt der Betrieb Ansehen in der Öffentlichkeit sowie bei Kunden und Mitarbeitern
•    für die Zeit, die der Sportler dem Betrieb wegen Training und Wettkämpfen nicht zur Verfügung steht, erhält der Betrieb bei entsprechendem Kaderstatus des Sportlers eine Kostenerstattung aus einem Fonds der Deutschen Sporthilfe und der Deutschen Bank

Ansprechpartner für interessierte Sportler und Betriebe:

Bayerische Sportstiftung: Tel.  089/15702-548 oder info@bayerische-sportstiftung.de

bzw. die Laufbahnberater des Olympiastützpunktes Bayern:

Klaus Sarsky:    Tel. 089/3067-2682 oder ksarsky@ospbayern.de
Axel Kuhlen:    Tel. 089/3067-2683 oder akuhlen@ospbayern.de
Susanne Engert:    Tel. 0160-7440261 oder sengert@ospbayern.de