04. August 2010

Gold für Freiwasserschwimmer Thomas Lurz bei EM!


Budapest (dsv)
Thomas Lurz hat dem Deutschen Schwimm Verband einen EM-Start nach Maß beschert und gleich im ersten Wettkampf der 30. Europameisterschaften in Budapest die Goldmedaille über die zehn Kilometer gewonnen. Der 30-jährige Würzburger verteidigte somit bei guten Bedingungen im Plattensee seinen EM-Titel.

Nach 2006 und 2008 gewann der nun 13-fache Europa- und Weltmeister Thomas Lurz das Auftaktrennen der diesjährigen Europameisterschaften in Budapest und stellte mal wieder seine Ausnahmestellung im Freiwasserschwimmen unter Beweiß.

In einem Rennen nach Maß hielt sich der Schützling von Trainer und Bruder Stefan Lurz lange Zeit im Hauptfeld versteckt. Erst im zweiten Abschnitt des Rennens schwamm Lurz in die Führungsspitz, sparte sich aber noch immer seine Kräfte für den Schlusskilometer auf. 500 Meter vor dem Ziel startete er schließlich seinen gefürchteten Zielsprint, übernahm prompt die Führung und siegte in 1:54:22,5 Stunden vor dem italienischen Weltmeister Valerio Cleri (1:54:24,8 h). Überglücklich stieg Thomas Lurz aus dem 23° warmen Wasser des Plattensees und war sichtlich erleichtert nach der durchwachsenen Weltmeisterschaft in Roberval vor zwei Wochen und den ständigen Streit um seinen Schwimmanzug. „Für mich ist das ein sehr wertvoller Titel, denn es war das wichtigste Rennen des Jahres. Darauf haben wir uns vorbereitet. Als ich auf dem letzten Kilometer die Führung übernommen habe, wusste ich, dass ich das Rennen gewinnen kann. Es ist ein perfekter Einstieg für das ganze deutsche Team.“, so Thomas Lurz.

Ebenso glücklich war der 25-jährige Christian Reichert vom SC Wiesbaden 1911, der als Vierter (1:54:31,0 h) 8,5 Sekunden nach Lurz das Ziel erreichte. „Ich freue mich sehr über den vierten Platz, weil wir auf einem sehr guten Weg zur Olympia-Qualifikation 2011 sind.“ Beinah hätte der amtierende deutsche Meister über die Zehn-Kilometer-Strecke die Medaillenausbeute im ersten Rennen der Titelwettkämpfe vom 04. August bis 15. August noch verdoppelt, doch die Bronzemedaille ging an den Russen Jewgeni Drattsew. (1:54:26,6 h) Als dritter deutscher Starter landete der Saarbrücker Andreas Waschburger bei seinem EM-Debüt auf einem hervorragenden 17. Platz und komplettierte das gute deutsche Gesamtergebnis.